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Das Gebäude des Online-Reisebüros Nix-wie-weg.de

Ein Klick und Nix-wie-weg

Nicolas Götz ist der Gründer des Online-Reisebüros Nix-wie-weg.de. Fast 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass der Parksteiner mit dem damals neuartigen Internet einen Urlaub buchen wollte. Das Vorhaben schlug jedoch fehl. Darum entschloss Götz sich dazu, Reisebuchungen über das Web anzubieten. Heute beschäftigt er rund 35 Mitarbeiter und hat mit Nix-wie-weg.de eine beliebte Plattform für Pauschalreisen geschaffen. Warum er selbst aber gar nicht so der Weltentdecker ist und wieso für den Oberpfälzer kein schönerer Ort zum Wohnen und Arbeiten in Frage kommt als Parkstein, hat er uns im Gespräch erzählt.
Nix-wie-Weg-Gründer Nicolas Götz im Interview.


Nicolas Götz studierte in den 90er Jahren gerade Soziologie in Bamberg, als er davon hörte, dass man mit dem Internet auch online einen Urlaub buchen könne. Als er danach suchte, fand er lediglich Fotos von Reisebüroschaufenstern - konkrete Angebote und Buchungsmöglichkeiten gab es nicht.

Der Urlaub musste erst einmal warten, doch die Idee eines Online-Reisebüros ließ Götz nicht los. Da er in den Ferien bei einer Softwarefirma in seinem Heimatort Parkstein arbeitete, konnte er selbst eine erste Version der Website basteln. Diese stellte er im Oktober 1996 online.


"Ich hatte keinen Plan. Ich hab es halt einfach gemacht."

Nicolas Götz


Für ein weiteres halbes Jahr hieß es nun neben dem Studium, jeden Freitag zahlreiche Urlaubsangebote per Hand einzutippen, bis sich der Aufwand erstmals bezahlt machte: "Ich weiß noch genau wie meine Mutter anrief und sagte, dass gerade irgendein Fax wegen einer Buchungsbestätigung kam. Es war eine Hochzeitsreise auf die Kanaren", erinnert sich Nicolas Götz. Für seinen ersten Kunden war der Buchungsvorgang über das World Wide Web ebenso neu wie für Götz selbst. "Rückblickend kann man sagen, der war ein Trendsetter. Es konnte zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen, wohin es mit dem Internet geht. Und ich hatte auch keinen Plan. Ich hab es halt einfach gemacht".



Seit mittlerweile fünf Jahren befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens in Parkstein, nahe Weiden in der Oberpfalz. Hier sind alle Mitarbeiter unter einem Dach versammelt und können sich austauschen. Warum die Wahl auf den kleineren Ort Parkstein fiel und nicht auf eine Stadt, ist für Götz einfach zu erklären: "Ich bin Parksteiner, die Lage ist ruhiger und ländlicher als in einem Gewerbegebiet, es gibt genügend Parkplätze und der Arbeitsweg hat sich für die Mitarbeiter nicht großartig verlängert. Außerdem haben wir Blick auf den schönsten Basaltkegel Europas", erzählt er.


"Wir haben Blick auf den schönsten Basaltkegel Europas."

Nicolas Götz


Da Nicolas Götz spezielle Anforderungen an ein Gebäude stellt, entschied er sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern dazu, nach eigenen Vorstellungen zu bauen. Das Haus ist jetzt individuell an die Bedürfnisse des ganzen Teams angepasst. Konkret bedeutet das: ein Entspannungsraum im Keller, ein Aufenthaltsraum mit großer Küche und Terrasse sowie großzügige Arbeitsinseln zum Austausch zwischen den Mitarbeitern. Die einzelnen Räume sind nicht wie in vielen anderen Büros nummeriert, sondern tragen die Namen von Urlaubszielen wie "Bahamas, Malediven, Irland oder Ko Samui". "Wir haben uns dabei schon ein bisschen was gedacht. Deswegen heißt der Kellerraum im letzten Eck zum Beispiel auch Spitzbergen", scherzt Götz.



Es sei besonders die persönliche Beratung, der Kontakt und das Eingehen auf den Kunden, was Nix-wie-weg.de von anderen Anbietern abhebt, ist sich Götz sicher. Aspekte, die für den Gründer von großer Priorität sind.

Neben dem Büro in Parkstein gibt es noch zwei Urlaubsbüros in Weiden und Regensburg. "Manche Leute, überraschenderweise sogar eher Jüngere, lassen sich dann doch lieber persönlich vor Ort beraten, da es ihnen ein Gefühl von Sicherheit gibt. Wir sind aber kein typisches Reisebüro, das beispielsweise mit vielen Katalogen arbeitet oder dessen Wände voll mit Prospekten sind. Wir bezeichnen uns eher als ein stationäres Online-Büro."



Er selbst macht übrigens am liebsten Urlaub auf Kreta. Ein Touristiker ist er trotzdem nicht, wie er verschmitzt erzählt: "Ich bin zwar Gründer eines Online-Reisebüros, aber bin dann doch mehr Online als Reise."

 

Fotos: Christoph Aschenbrenner

Interview und Text: Anna-Lena Bayer


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