Menü schließen

 
Die Skulpturen der Russin Frolova sind sehr ausgefallen: Aus knallig-buntem Latex fertigt sie kleine und große Skulpturen, die im öffentlichen Raum gerne für Aufsehen sorgen. Noch exzentrischer sind ihre Live-Auftritte. Foto: Luftmuseum | Sasha Folova.

Neues aus der Oberpfalz

Donnerstag, 19. Januar 2017

Luftiges 2017: Neues Programm des Luftmuseums in Amberg


Dass ein Museum, das sich nur mit dem Thema Luft beschäftigt, funktioniert, beweist Leiter Wilhelm Koch jedes Jahr aufs Neue. Auch für 2017 hat er wieder ein beeindruckendes Programm zusammengestellt: Von skurrilen Performances aus Moskau bis Ausstellungen zum Feinstaub in Stuttgart - das Luftmuseum schafft es, verschiedenste Facetten der Luftkunst nach Amberg zu holen. Wir haben für Dich das Jahresprogramm in der Übersicht. Ein Highlight, das Du keinesfalls verpassen solltest: das Luftboot-Treffen und Luftmuseumsfest am 28. Mai.


Ausstellungen


28. Januar bis 23. April
"Etwas liegt in der Luft" - Erik Sturm, Stuttgart 

Sonderausstellung in der gotischen Hauskapelle.
Ausstellungseröffnung am Samstag 28. Januar, 19:30 Uhr.

Erik Sturm verwendet für seine Arbeiten den Dreck, den Staub der Luft und veredelt ihn: Er malt mit einer selbst erstellten Staubfarbe. Daraus entstehen nicht nur faszinierende Bilder. Die Kunstwerke regen auch zur Selbstreflexion an und funktionieren als Gesellschaftskritik. In der gotischen Hauskapelle des Luftmuseums wird der Stuttgarter ein ortsspezifisches Kunstwerk präsentieren.

28. Januar bis 23. April 
"Monumente des Augenblicks" - Artúr van Balen / Tools for Action 

Ausstellungseröffnung am Samstag 28. Januar, 19:00 Uhr.
20:30 Uhr: Vortrag von Artúr van Balen: "Monumente des Augenblicks, über die Kultur- und Technikgeschichte des Aufblasbaren von 1927 bis heute".

Der Berliner Künstler van Balen bewegt sich mit seiner Forschungsarbeit ebenfalls im gesellschaftskritischen, politischen Milieu. Dabei leitet ihn die Frage, wie Aufblasbares zur Massenbegeisterung instrumentalisiert wurde und wird. Schon in den 1930er Jahren führten riesige aufgeblasene Skulpturen mit eindeutiger Symbolik Paraden und Aufmärsche an. Eine Übersicht seiner Forschungsarbeit zeigt Artúr van Balen ebenso wie seine eigene Initiative "Tools for Action", bereits bekannt durch die Interventionen an der Luftnacht 2016. 

29. April bis 30. Juli
"INFLANDIA" - Sasha Frolova, Moskau

Live-Tanzperformance und Ausstellungseröffnung: Samstag 29. April, 19:30 Uhr.

Die Skulpturen der Russin Frolova sind sehr ausgefallen: Aus knallig-buntem Latex fertigt sie kleine und große Skulpturen, die im öffentlichen Raum gerne für Aufsehen sorgen. Noch exzentrischer sind ihre Live-Auftritte. Die Alternative Miss World 2014 (London) tritt unter dem Künstlernamen AQUAAEROBIKA zu Electro-Musik in schrillen Latex-Outfits auf. Das kommt auch beim jüngeren Publikum an und trifft den Nerv der Zeit. Auf ARTE gab es 2016 einen Bericht über die "Superheldin in Latex-Outfit", deren Performances sich irgendwo zwischen Fetisch, Kinderfantasie und Kunst bewegen. Ein absolutes Highlight im Ausstellungsprogramm des Luftmuseums!

29. April bis 30. Juli
"Pflanzliches" - Charlotte Vögele, Freising

Ausstellungseröffnung: Samstag 29. April, 19:30 Uhr.

Ganz zart geht es bei der Kunst von Charlotte Vögele daher. Ob ein Kissen aus Rosendornen, Kleid aus Birkenrinde oder ein Shirt aus Löwenzahnsamen - die Freisinger Künstlerin experimentiert mit verschiedenen Techniken und lässt gekonnt die Pflanzenstruktur in ihrer ganz spezifischen Ausstrahlung zur Geltung kommen. Die Naturmaterialien werden aus dem Kreislauf des „Werdens und Vergehens“ hinausgenommen und in einen neuen Formzusammenhang, eine neue Bedeutung gebracht.

05. August bis 29. Oktober
"Windsbräute" - Beate Oehmann, Weilheim

Ausstellungseröffnung: Samstag 5. August, 19:30 Uhr.

Beate Oehmanns "Windsbräute" begeisterten bereits viele Betrachter zur Luftnacht 2016 im Englischen Garten. Im Wind flatterten die bunten, 6 Meter hohen Stoffbahnen und regten mit ihrer Farbkraft und Symbolik zum Nachdenken an. Mit der Fahne assoziiert man Bewegung: Flattern, Wehen, Aufbauschen, Zusammenfallen - dynamische Zustände, die sich auch auf den Menschen übertragen lassen. In der Tat sind die Fahnen der Weilheimer Künstlerin Oehmann Individuen. Die Wirkung entfaltet sich je nach Standort, Windeinschlag, Zusammenfallen. Eine Übersicht ihrer Fahnenkreationen, zum Teil mit politischem Hintergedanken, zeigt Oehmann über den Sommer im Luftmuseum.

05. August bis 29. Oktober
"Best of Paradise" - Roman Woerndl

Ausstellungseröffnung: Samstag 5. August, 19:30 Uhr.

Im Ausstellungsraum zeigt Roman Woerndl, wie einfach friedliches Miteinander geht. Neun Vogelhäuser, die Architekturmodelle von fünf Weltreligionen und vier weltumspannenden Ideen und Ideologien darstellen, stehen da einträchtig nebeneinander. Eine katholische Kirche aus Bayern steht neben der europäischen Zentralbank (EZB), daneben ein buddhistischer Tempel aus Myanmar, der als Nachbarn das Leninmausoleum in Moskau hat. 

04. November bis 21. Januar
Matthias König, Den Haag

Ausstellungseröffnung: Samstag 4. November, 19:30 Uhr.

Natur ist auch ein zentrales Element in den Arbeiten von Matthias König. Geboren in Friedrichshafen, lebt der Künstler mittlerweile in Den Haag (Niederlande). Seine Arbeit gliedert sich in Skulpturen, Installationen, Zeichnungen und Musik - in den meisten Fällen arbeitet er jedoch mit einer Symbiose all dieser Elemente. Er realisierte bereits Aufträge für die Regierung der Niederlanden und nahm Teil an diversen Festivals in Deutschland und den Niederlanden.


Vortragsreihe zum Thema Architektur


14. Februar, 19:30 Uhr
"Gestalten und Konstruieren mit Stampflehm" - Martin Rauch, Schlins, Österreich

Bauen mit Lehm und Stampflehm ist so alt wie die Menschheitsgeschichte und doch zeigt sich das Material ob seiner hervorragenden ökologischen und bauphysikalischen Eigenschaften so modern und zeitgemäß wie kaum ein anderer Baustoff.

15. März, 19:30 Uhr
"Voll Holz u.a." - Angelika Blüml und Klaus Noichl, Oberstdorf

Zusammen mit seiner Frau und Büropartnerin Angelika Blüml hat er selbst schon viele aufsehenerregende alpine Bauten entworfen: Vor allem Berg- und Gipfelstationen gehören zum Repertoire der beiden Oberstdorfer, die sich schon lange mit der Frage beschäftigen, wie moderne Architektur in den Bergen aussehen kann. Eine Architektur, die sich der Landschaft anpasst, der regionalen Bautradition verpflichtet fühlt und gleichzeitig eine neue, zeitgemäße Formensprache findet.

28. März, 19:30 Uhr
"Bauen in Kreislaufsystemen" - Prof. Manfred Lux, Architekt BDA, Schlipsheim

Was wir wirklich brauchen
 Worauf wir wirklich verzichten können / sollten.


Ähnliche Themen